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Abb.: Matthias Tietze

Task Force Digitale Lehre (old)

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Unterstützungsangebote der Task Force Digitale Lehre

Um Lehrende und Studierende beim Wechsel zur Online-Lehre zu unterstützen und gemeinsam mit den Fakultäten Lösungen für die digitale Lehre an der HU in der Covid19-Krise zu entwickeln, gründete sich Anfang April 2020 die Task Force Digitale Lehre. Sie setzt sich aus Beschäftigten des bologna.lab, des Computer- und Medienservice (CMS) und des International Office zusammen, die sich beide bereits seit Jahren konzeptionell mit verschiedenen Aspekten der digitalen Lehre befassen und in der Task Force stark vom wechselseitigen Austausch profitieren.

Breakout Session statt Arbeitsgruppe, Moodle-Kurs statt Audimax, Webcam statt Sprechzimmer – die plötzlichen Veränderungen durch das digitale Sommersemester 2020 verlangt Lehrenden wie Studierenden einiges ab.

Die Task Force bündelt Informationen, eruiert Bedarfe, entwickelt Ratgeber, führt Beratungen durch und evaluiert schließlich Werkzeuge und Methoden der digitalen Lehre. Der folgende Artikel – erster Teil einer unregelmäßigen Reihe – will Einblick geben in das konkrete Unterstützungsangebot der Task Force:

Werkzeuge und Methoden der digitalen Lehre – mundgerecht serviert

Die Digitalen Frühstückshappen sind ein wöchentlicher Termin während der Vorlesungszeit, bei dem Task-Force-Mitglieder sowie externe Referent*innen Inputs zu wechselnden Themen geben und mit den Teilnehmenden diskutieren. Das Format pausiert während der vorlesungsfreien Zeit, die Dokumentation bzw. Mitschnitte der einzelnen digitalen Frühstückshäppchen sind im Moodle-Crashkurs: “Präsenzlehre in Online-Lehre übersetzen” unter https://moodle.hu-berlin.de/course/view.php?id=95147 (Selbsteinschreibung möglich) zu finden.

Die Digitalen Frühstückshappen richten sich primär an Lehrende und Tutor*innen, denen sie in kompakter Form Werkzeuge und Verfahren an die Hand geben, um sich den Herausforderungen des plötzlich digitalisierten Unibetriebs zu stellen. Gleichzeitig dienen die Termine auch als Forum, in dem sich Lehrende untereinander zu Tipps und Nöten austauschen können. „Die Frühstückshappen bieten ein Forum für spezifische Fragen und Beratungsbedarfe. Die Teilnehmenden können aber auch einfach von ihren Erfahrungen mit einzelnen Tools und digitaler Lehre allgemein berichten.“ teilt Tina Talman aus dem Orga-Team der Frühstückshappen ihre Erfahrungen. „Die Fragen befassen sich z.B. mit Themen wie der Einschätzungen zu synchroner versus asynchroner Lehre, mit Hinweisen für die erfolgreiche Moderation von Videokonferenzen oder mit Empfehlungen für digitale Whiteboards.“ Kathrin Friederici aus der Task Force ergänzt: „Genauso wichtig ist es, eine Orientierung für die vielen neuen, digitalen Formate und Tools zu geben, Ansprechpersonen zu benennen und Angebote für spezifische Bedarfe aufzuzeigen. Der abrupte Wechsel zum vollständig digitalen Sommersemester gab Lehrenden wenig Vorlaufzeit, sich mit Methoden und Werkzeugen vertraut zu machen.“

Beratungsangebote immer stärker angenommen

Das Angebot wird gut angenommen und die Teilnehmendenzahlen steigen kontinuierlich an. „Einige sind jedes Mal dabei, andere interessieren sich nur für bestimmte Themen, die wir vorab kommunizieren,“ berichtet Task-Force-Mitglied Laura Schilow. Auch die Resonanz sei gut: „Alle gehen zufrieden aus den Terminen raus, oft hören wir, dass Teilnehmende ihre Kolleg*innen auf die Mitschnitte der Termine verweisen.“

Die inhaltliche Ausrichtung der Fragen hat sich seit Beginn des Beratungsangebots merklich verschoben. Anfangs suchten Lehrende vor allem Unterstützung bei den technischen Aspekten der digitalen Lehre, mittlerweile beschäftigen sie oft methodisch-didaktische Themen: Was ist ein realistischer Workload für die Studierenden? Wann eignet sich synchrone Lehre, wann asynchrone? Wie moderiert man Webinare mit größeren Studierendenzahlen?

Forum für Austausch unter Lehrenden

Ebenso wichtig wie die Wissensvermittlung ist es, den Lehrenden eine Gelegenheit zu geben, sich untereinander auszutauschen: Tipps und Erfahrungen für die Gestaltung von Lehrveranstaltungen oder Lernmaterialien, aber auch der persönliche Austausch über private Herausforderungen. Denn viele Lehrende haben mit der doppelten Belastung technischer/didaktischer Neuerungen und Betreuungssituationen im Haushalt zu kämpfen. Gleichzeitig gilt es, diese Herausforderung im Home-Office ohne den informellen Austausch in der sprichwörtlichen Teeküche zu meistern. Die Erfahrung, dass andere Lehrende die Probleme teilen und das Gespräch darüber, wie Kolleg*innen mit der Situation umgehen, ist viel wert. „Bei den Frühstückshappen und Sprechstunden lassen wir bewusst Zeit für diesen Austausch,“ kommentiert Schilow.

Die jahrelange konzeptionelle Arbeit und Erfahrungen von CMS und bologna.lab mit der Digitalisierung von Lehre und Lernen kommen im digitalen Sommersemester 2020 nun als Empfehlungen für Lehrformate oder -methoden zum Tragen. Gleichzeitig beobachtet die Task Force sehr genau, welche Formate oder Methoden sich bewähren und entwickelt diese laufend weiter. Diese Feedbackschleife zwischen Lehrenden und Task Force ist eine wichtige Funktion der gemeinsamen Arbeit.

Weiterverbreitung durch Multiplikator*innen

Lehrende nehmen die Beratungsangebote an und die Inhalte dankbar auf. „Ich versuche, bei den digitalen Frühstückshappen jedes Mal teilzunehmen, unabhängig vom konkreten Thema. Gerade auch der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen ist ungemein wertvoll. Dort bekam ich etwa Empfehlungen zu digitalen Whiteboards, die wir bei Sprachkursen viel einsetzen oder bekomme von Tutorinnen und Tutoren auch mal tieferen Einblick in die Perspektive der Studierenden,“ erklärt Dawn Nichols vom Sprachenzentrum. „Die anderen Angebote der Task Force Digitale Lehre nutze ich bei Gelegenheit, wenn sie nicht mit fixen Terminen meiner Einrichtung kollidieren. Auf jeden Fall bin ich sehr dankbar für das tolle Angebot der Task Force und dafür, dass es so offen ist.“ Sie und ihre Kolleg*innen nutzen intensiv die Website der Task Force unter digitale-lehre.hu-berlin.de, und neben den Beratungsangeboten per Videokonferenz auch den Mailsupport unter digitale-lehre@hu-berlin.de.

„Einmal pro Woche schicke ich eine Mail an meine Kolleginnen und Kollegen im Sprachenzentrum mit neuen Hinweisen aus den Beratungsangeboten der Task Force. Besonders wertvolle Informationen leite ich sofort weiter. Ich biete in unserer Einrichtung auch selbst Workshops zu digitaler Lehre an, aber viele Lehrende sind so überlastet, dass sie dafür nur wenig Zeit haben,“ erklärt Nichols. Die Handreichungen der Task Force, etwa zu Datenschutz oder Urheberrecht, bewertet sie als sehr hilfreich und gibt sie an die rund 50 Lehrenden der Einrichtung weiter. „Ich fange in unserer Einrichtung schon viele Fragen zu digitaler Lehre ab, wenn ich sie selbst beantworten kann. Und ich weiß, dass ich mich an die CMS- und bologna.lab-Beschäftigten in der Task Force wenden kann, wenn ich sie nicht selbst beantworten kann.“

Zwei bis drei Stunden verbringt sie täglich alleine damit, die Fragen der Dozentinnen und Dozenten im Sprachenzentrum per Videokonferenz oder Telefon zu beantworten. Dazu kommen noch Mails, die separat und zwischendurch beantwortet werden, weil ein Telefonat oder Zoom-Meeting zeitlich nicht gut passt oder es nur eine kurze Frage von Lehrenden gibt. Dies nimmt in Summe täglich zusätzlich mehrere Stunden in Anspruch. Der zeitliche Bedarf an Unterstützung ist konstant, inhaltlich verschieben sich auch hier die Fragen zunehmend von technischen zu methodisch-didaktischen Aspekten.

Nicht alle Unis seien so weit, was die Unterstützung digitaler Lehre angeht: „Ich leite regelmäßig Infos weiter an eine Freundin, die an einer anderen Uni unterrichtet.“

Regelmäßige Beratungstermine zur Digitalen Lehre

Ziel der Task Force ist es, den Austausch zu Fragen und Problemen in der Online-Lehre zwischen den Fakultäten zu fördern und die Entwicklung gemeinsamer Lösungen zu unterstützen. Hierzu bietet die Task Force unter anderem eine Reihe von Beratungsangeboten in Form von Zoom-Videokonferenzen oder Moodle-Kursen an:

  • Die Digitalen Frühstückshappen sind ein einstündiger, wöchentlicher Termin Dienstags um 9:00 Uhr mit wechselndem Thema, bei dem Task-Force-Mitglieder und externe Referent*innen Input geben und Themen wie z.B. Inklusion mit den Teilnehmenden diskutieren.
  • Die Sprechstunde Digitale Lehre immer donnerstags von 9:00-10:00 ist ein offenes Format , bei dem Vertreter*innen aus bologna.lab und CMS für alle Fragen zu Didaktik, Technik und Arbeitsorganisation zur Verfügung stehen.
  • In der Sprechstunde „Moodle-Tools für die Digitale Lehre“ (offener Dienstags-Termin und persönliche Sprechstunde am Montag) geht es um Verfahren und Werkzeuge für die Online-Lehre.

Das komplette Angebot der Task Force Digitale Lehre, inklusive FAQs, Handreichungen oder didaktischen Empfehlungen findet sich unter digitale-lehre.hu-berlin.de.